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Textsschichten-Anzeige / Genetic Text Stages

Genetic Text Stages

Demonstrator: Textschichten-Anzeige / Genetic Text Stages

Die Anzeige der Textschichten ist (nur in den handschriftlichen Textbüchern mit mehreren Textschichten!) vom jeweiligen geöffneten Quellenfenster abrufbar.

Der vorliegende Demonstrator zeigt die Textschichten-Anzeige am Bsp. von Webers Handexemplars (KA-tx4). Hier lassen sich fünf verschiedene Textschichten voneinander unterscheiden:

  1. Textschicht: = Abschrift des Dresdner Kopisten 1 (Juni 1817)
  2. Textschicht: = Abschrift des Dresdner Kopisten 1 mit Korrekturen von Weber (Juni 1817 bis UA 1821)
  3. Textschicht: = Abschrift des Dresdner Kopisten 1 mit Korrekturen von Weber und Korrekturen von fremder Hand (vermutlich UA 1821)
  4. Textschicht: = Abschrift des Dresdner Kopisten 1 mit Korrekturen von Weber, anonymen Korrekturen und Korrekturen von Dresdner Kopist 2 (Anfang 1822)
  5. Textschicht: = Abschrift des Dresdner Kopisten 1 mit Korrekturen von Weber, anonymen Korrekturen, Korrekturen von Dresdner Kopist 2 und Ergänzungen von Jähns (September 1878)

Die einzelnen Textschichten bauen aufeinander auf, d. h. z. B. in die Textschicht des Kopist 2 gehören alle Weberschen und alle anonymen Eingriffe, weil diese früher zu datieren sind und von Kopist 2, so er sie nicht wieder rückgängig machte, stillschweigend übernommen wurden.

Alle fünf Textschichten sind im Menü jeweils einzeln über die entsprechende Auswahl abrufbar. Die einzeln anwählbaren Textschichten zeigen das Libretto in der jeweils ausgewählten Textfassung als diplomatische Fließtext-Übertragung in s/w, ohne Hinweise auf textgenetische Entwicklung.


Genetic Text Stages

Demonstrator: Textschichten-Anzeige (Anzeige aller Zwischenstände)

Diese Entwicklung kann im Menü über die Auswahl „Genese des Textes mit allen Zwischenständen“ angezeigt werden. Dabei erscheinen die fünf verschiedenen Textschichten in einer Ansicht zusammengefasst.

Korrekturvorgänge der einzelnen Schichten sind folgendermaßen gekennzeichnet:
Zeilen, in denen sich in einer Schicht Korrekturen befinden, werden farbig markiert, wobei entweder das vorgegebene Farbkonzept genutzt oder aber auch beliebig ausgewählte Farben für die einzelnen Textschichten verwendet werden können. Alle inhaltlich zusammengehörigen Korrekturvorgänge werden innerhalb eines Rahmens zusammengefasst. Die angezeigten, verschiedenen Textschichten sind ein- und ausblendbar (ein- und auszuklappen?)

  1. Textschicht: Abschrift von Kopist1 (weiß)
  2. Textschicht: Abschrift von Kopist1 mit Korrekturen Webers (grün)
  3. Textschicht: Abschrift Kopist1 mit Korrekturen Webers und anonymen Korrekturen (gelb)
  4. Textschicht: Abschrift Kopist1 mit Korrekturen Webers, anonymen Korrekturen und Korrekturen von Kopist2 (rot)
  5. Textschicht: Abschrift Kopist1 mit Korrekturen Weber, anonymen Korrekturen, Korrekturen von Kopist1 und Ergänzungen von Jähns (braun)

In den farbig markierten Zeilen werden die konkreten Bestandteile der Korrektur in etwas dunklerem Ton der ausgewählten Textschichten-Farbe hervorgehoben.

Verläuft eine Korrektur über mehrere Zeilen, werden dementsprechende größere Abschnitte in der jeweils ausgewählten Farbe markiert. Der Zeilenumbruch wird dabei ignoriert.

Die einzelnen Korrekturvorgänge sind innerhalb des Rahmens mit Zusatzinformationen versehen. Am Zeilenanfang erfolgt die Angabe der jeweiligen Textschicht, ergänzt durch das Kürzel für die Art des Vorgangs (+ für Ergänzung, - für Streichung, -/+ für Ersetzung). Mittels Tooltip können bei Bedarf ausführlichere Erläuterungen zur Art und Weise sowie zur Platzierung des Korrekturvorgangs abgerufen werden (was wurde von wem wo korrigiert?).


Die im Demonstrator gezeigten bzw. beschriebenen Funktionen zur Anzeige der einzelnen Textschichten sind in Edirom Online in folgenden handschriftlichen Libretto-Quellen umgesetzt: L-tx2, KA-tx4, K-tx6, KA-tx15, KA-tx21 sowie K-tx29. Ausgenommen davon ist die Anzeige der "Genese des Textes mit allen Zwischenständen".

Direkter Link zu dem Textschichten-Demonstrator.

Vgl. auch die Demonstratoren 2: Anmerkungsanzeige (für Einzelquellen) und 3: Textvarianzanzeige (Quellenübergreifend).